Akko

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Stark arabisch geprägt ist die Hafenstadt Akko (auch: Akkon, Acre) am Mittelmeer ganz im Norden Israels. Schon seit früher Zeit hatte der Ort große Bedeutung: Die Römer nutzten Akko als Garnisonsstadt, christliche Kreuzfahrer machten die Stadt zu einem Hauptsitz ihres Reiches und den Muslimen gelang es, in Akko die Einnahme durch Napoleon zu verhindern. Auch in der Bibel wird Akko mehrmals erwähnt, bereits Paulus soll auf seinen Reisen hier Halt gemacht haben, als die Stadt noch den griechischen Namen Ptolemäus trug. Heute ist die Stadt zweigeteilt: Es gibt die Altstadt mit Hafen und die Neustadt, die auf der Landseite den alten Stadtkern umgibt.

File 63Die Altstadt – auf einer Landzunge der Bucht von Haifa gelegen und von starken Festungsmauern umgeben – ist seit 2001 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und wird mehrheitlich von israelischen Arabern bewohnt. Dies wird bei einem Gang durch das Gassengewirr oder einen Besuch des malerischen Hafens deutlich. Vor allem arabisch wird hier gesprochen, den Bewohnern sieht man die muslimische Zugehörigkeit an, der Markt hat seinen arabischen Charakter behalten. Deshalb wird häufig gesagt, Akko sei eine der orientalischsten Städte des Landes. In der Altstadt gibt es einige eindrucksvolle Gebäude aus der osmanischen Periode zu besichtigen, wie beispielsweise die El-Jezzar-Moschee, die als das arabische Wahrzeichen der Stadt gilt. Hier werden angeblich Barthaare des Propheten Mohammed File 75aufbewahrt. Interessant sind auch die Karawanserei Khan el Umdan sowie die unterirdische Kreuzfahrer-Festung. Zu ihr gehören unzählige Gänge und Räume, die während der britischen Mandatszeit erneut genutzt wurden, nämlich als Gefängnis. Auch die Befestigungsanlagen um die Altstadt Akkos herum sind sehenswert.

In der Neustadt von Akko, in der vor allem die jüdische Bevölkerung lebt, gibt es keine eigentlichen Sehenswürdigkeiten. Dafür gibt es ein paar hübsche Parkanlagen und einen Bahnhof an der Strecke, die Naharija mit Haifa verbindet.