Golanhöhen

File 117Der Golan ist eigentlich eine Gebirgslandschaft im Südwesten Syriens. Seit dem Sechstagekrieg 1967 wurden die Golanhöhen von Israel besetzt, 1981 wurden sie annektiert und zu israelischem Gebiet erklärt. Begründet wird dies damit, dass bereits zu biblischer Zeit die Gegend zum Königreich von David und Salomo gehört hatte. Jedoch hat der Golan heute auch große strategische Bedeutung und trägt indirekt zur Wasserversorgung Israels bei. Denn eine der drei Jordan-Quellen befindet sich in dem Höhenzug. Der Status der Golanhöhen ist bis heute international schwer umstritten und steht einem Frieden zwischen Israel und Syrien als Hauptkonfliktpunkt im Weg. Immer wieder gerät die Region durch negative Meldungen in die Schlagzeilen. Grundsätzlich gilt: Vor der Anreise sollte man sich über Sicherheitswarnungen des Auswärtigen Amtes informieren.

File 177Grundsätzlich sind die Golanhöhen jedoch eine sehenswerte Region, die auf den Besucher üblicherweise auch wohltuend friedlich wirkt. Die Gegend ist wenig touristisch, dafür gibt es Natur pur. Keine großen Straßen durchziehen die hügelige Landschaft, viele Siedlungen sind alte Dörfer von arabischen Drusen. Mitten in der Natur kann der Besucher immer wieder alte syrische Bunker und Militäranlagen entdecken. Das Hochplateau ist sehr fruchtbar und das Klima dank frischer Luft auch im Sommer gut verträglich. Hier wachsen Weinreben, Kirsch-, Eukalyptusbäume und Sonnenblumen. Viele Urlauber kommen zum Wandern hierher, kosten koscheren Wein, genießen die gute Luft und den wunderbaren Blick ins Tal. Eine herrliche Aussicht über den See Genezareth hat man beispielsweise vom Peace Observation Point in Kefar Haruv.

Am Fuße der Golanhöhen – im sogenannten Hula-Tal – befindet sich außerdem ein bedeutendes Naturschutzgebiet, das eines der wichtigsten Rastplätze für zahlreiche Zugvögel ist.