Nahariya

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Etwa 10 km nördlich von Akko befindet sich diese Kleinstadt. Bereits im Altertum befand sich hier ein phönizischer Hafen, die Stadt Nahariya wurde jedoch erst in den 1930er Jahren von aus Deutschland ausgewanderten Juden gegründet. Bis heute ist sie ein beliebtes Ziel bei deutschen und anderen europäischen Urlaubern und von diesen stark beeinflusst. Vor allem der wunderbare weiße Strand lockt die Touristen an, aber auch die Innenstadt ist sehenswert mit ihrem kleinen Fluss Ga’aton, der von Bäumen gesäumt wird.

Unzählige Geschäfte und breite Einkaufsstraßen, sowie hübsch angelegte Parks prägen das Stadtbild des Badeortes, der beschaulich und lebendig zugleich wirkt. Die wichtigste Straße nennt sich Sderot HaGa’aton, hier befindet sich eine Fülle an guten Restaurants, Eisdielen, Cafés und Läden. Hier startet auch die Rundfahrt mit der Touristenbahn, die vom Stadtzentrum bis zum Strand führt. An vielen Plätzen in der Stadt kann man die Einflüsse der deutschen Einwanderer deutlich wahrnehmen, auch an den Straßennamen, die zum Teil nach deutschen Städten oder berühmten Personen benannt sind. In der Bielefeld Street befinden sich die Überreste einer byzantinischen Kirche, bei der vor allem das bunte Mosaik beeindruckt, das einst als Boden der Kirche gedient haben muss. Im Stadtmuseum gibt es archäologische Funde zu besichtigen und der Besucher erfährt einiges Wissenswertes über die Geschichte von Nahariya und Umgebung. Auch eine Kunstausstellung gehört zum Museum. Sehenswert sind außerdem der botanische und der zoologische Garten der Stadt.

Die meisten Touristen kommen jedoch zum Baden nach Nahariya. Unzählige Wassersportarten lassen sich an den herrlichen Stränden des Ortes ausüben und an der Promenade lässt es sich in den Abendstunden wunderbar flanieren.

In unmittelbarer Nähe zu Nahariya befindet sich der Moshav Nes Ammin, der von holländischen und deutschen Christen gegründet wurde, die nach dem Zweiten Weltkrieg hier eine Art Begegnungsstätte zwischen Juden und Christen schaffen wollten. Von Nahariya aus ist es außerdem nicht weit zu den Höhlen und Grotten von Rosh HaNiqra.