Westjordanland

File 132Auch in den Palästinensischen Autonomiegebieten – hier unter Westjordanland aufgeführt – gibt es einige sehenswerte Orte und Plätze. Die interessantesten Städte für Touristen sind sicherlich Ramallah und Jericho, aber auch die beiden Orte Qumran und Bethlehem sind bei Reisenden sehr populär.

In Ramallah, der Verwaltungshauptstadt der Palästinensischen Autonomiegebiete, gibt es kaum klassische Sehenswürdigkeiten. Dennoch lohnt sich ein Besuch der sehr lebendigen und modernen Stadt mit ihren Märkten und dem Stadtzentrum rund um das Löwendenkmal am Manarah Square. Auch der Amtssitz des palästinensischen Präsidenten befindet sich hier. Auf dessen Gelände (Muqataa genannt) wurde 2004 der Friedensnobelpreisträger Yassir Arafat beigesetzt, dieser Platz ist heute bei den Einheimischen sehr beliebt und wird häufig besucht.

File 57Die biblische Stadt Jericho rühmt sich als die angeblich älteste Stadt der Welt, die unzählige Male wiederaufgebaut wurde. Zu besichtigen sind die Ausgrabungsstätte des biblischen Jerichos, genannt Tel El-Sultan, sowie die Ruinen des Omayyadenpalastes Hisham Palace. Eindrucksvoll ist auch griechisch-orthodoxe Kloster der Versuchung, das in den Berg hineingearbeitet wurde. Es ist über eine Seilbahn zu erreichen.

Bethlehem gilt als der Geburtsort Jesu und wird vor allem von christlichen Palästinensern bewohnt. Die Pilger besuchen vor allem die Geburtskirche am Krippenplatz, die Milchgrotten-Kirche und das Grab von Jakos Frau Rachel. An Weihnachten erreichen die christlichen Feierlichkeiten ihren Höhepunkt. Seit den 1980er Jahren ist auch Qumran eine beliebte Touristenattraktion. Neben unzähligen archäologischen Ausgrabungen in den Höhlen der Gegend gab es einen herausragenden Fund: Die Krüge mit Schriftrollen, die ein Beduinenjunge im Jahr 1947 in einer Höhle entdeckte. In den Jahren danach bis 1956 wurden weitere Schriftrollen aufgefunden. Auf Ziegen- und Schafsleder, das zu dünnem Pergament verarbeitet wurde, befinden sich Texte aus der zwischen 250 v. Chr. und 40 n Chr. Dazu gehören auch die Texte des späteren Tanach, die als die ältesten Handschriften der Bibel gelten. Über die Bedeutung der Texte und ihr Zusammenhang mit den Höhlen ist bis heute umstritten. Die Ruinen eines nahelegenen Klosters und die Höhlen, die Fundort der besagten Schriftrollen waren, wurden zum Nationalpark erklärt und sind zu besichtigen.